Für Hausverwaltungen, Eigentümer und Mieter

Schaben im Mehrfamilienhaus bekämpfen

Schaben halten sich nicht an Wohnungsgrenzen: Wir prüfen den ganzen Strang, behandeln die betroffenen Einheiten in einem Durchgang und dokumentieren je Wohnung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Mehrfamilienhaus ist fast immer die Deutsche Schabe unterwegs. Sie wandert über Versorgungsschächte, Leitungsdurchführungen, Kabelkanäle und Müllabwurf von Wohnung zu Wohnung.
  • Eine einzelne Wohnung zu behandeln, bringt selten etwas: Die Tiere weichen in Nachbareinheiten aus und kommen nach Wochen zurück. Entscheidend ist der Blick auf den gesamten Strang.
  • Für die Zuständigkeit gilt: Schädlingsbefall ist ein Mangel der Mietsache, Beseitigung und Kosten liegen zunächst beim Vermieter (§ 535 BGB), Mieter melden unverzüglich (§ 536c BGB).
  • Wir stimmen Termine gesammelt ab, behandeln mit Fraßködern statt Sprühnebel, dokumentieren je Wohnung für die Verwaltung und kontrollieren mit Monitoringfallen. Jeder Termin hat einen festen Preis.

Meldet eine Wohnung Schaben, ist das im Mehrfamilienhaus fast nie ein Einzelfall. Die Deutsche Schabe lebt in Gruppen und wandert entlang warmer, feuchter Leitungswege: Steigleitungen für Wasser und Abwasser, Heizungsschächte, Kabelkanäle, Lüftungsschächte, Müllabwurfanlagen. Was in einer Küche im ersten Stock beginnt, steht drei Monate später im Erdgeschoss und im zweiten Stock. Deshalb ist die wichtigste Frage nicht, wer den Befall eingeschleppt hat, sondern wie weit er schon reicht.

Wir sind ein IHK-geprüfter Fachbetrieb für Schaben- und Kakerlakenbekämpfung mit Sitz in Bochum und Essen und arbeiten für Hausverwaltungen, Wohnungsgenossenschaften, Eigentümer und Mieter in ganz NRW. Auf dieser Seite lesen Sie, woran Sie den Umfang erkennen, wie die Tiere wandern, was Bewohner sofort tun können und wie unser Vorgehen im Haus aussieht.

Woran Sie den Umfang im Haus erkennen

  • Meldungen aus mehreren Einheiten: Zwei Wohnungen übereinander oder nebeneinander mit denselben Funden bedeuten fast immer einen gemeinsamen Strang.
  • Funde in Gemeinschaftsbereichen: Tiere oder Kot im Müllraum, Keller, Heizungsraum, Treppenhaus, an Leitungsschächten und Revisionsklappen.
  • Kot und Schmierspuren: Wie gemahlener Pfeffer an Schrankkanten, hinter Küchengeräten, an Rohrdurchführungen unter Spüle und Waschbecken, in Schächten.
  • Eipakete: Braune Kapseln von 5 bis 8 Millimetern in Ritzen und hinter Sockelleisten; sie zeigen, dass sich die Population vermehrt.
  • Monitoring: Nummerierte Klebefallen in mehreren Wohnungen und im Keller machen den Umfang in wenigen Tagen sichtbar. Ohne sie bleibt es Vermutung. Welche Art es ist, klärt der Ratgeber Kakerlaken erkennen.

Wie Schaben im Haus wandern

Die Deutsche Schabe braucht Wärme, Feuchte und enge Ritzen. Genau das bieten Installationsschächte: Dort laufen Warmwasser- und Heizungsleitungen, es ist ganzjährig warm, und die Durchführungen zwischen den Etagen sind selten dicht. Über diese Wege erreichen die Tiere jede Küche und jedes Bad im Strang. Dazu kommen Kabelkanäle, Aufzugsschächte, Müllabwurf, gemeinsame Kellergänge und Wäschekeller.

Eingeschleppt wird ein Befall meist über Ware, Umzugskartons, gebrauchte Geräte oder Lieferungen, nicht über mangelnde Sauberkeit. Das ist der Punkt, an dem in Häusern oft Streit entsteht. Für die Bekämpfung spielt die Schuldfrage keine Rolle: Entscheidend ist, dass alle betroffenen Einheiten gleichzeitig behandelt werden. Wird nur eine Wohnung behandelt, wandern die Tiere in die Nachbarschaft und kommen später zurück.

Der zweite typische Fehler ist Eigenbehandlung mit Spray. Sie tötet sichtbare Tiere, erreicht die Eipakete nicht und treibt die Population in Nachbarwohnungen. In Häusern mit mehreren Eigenbehandlungen dauert die spätere Bekämpfung deutlich länger. Wie ein Befall in der einzelnen Wohnung abläuft, steht im Ratgeber Schaben in der Wohnung.

Was Sie sofort tun können

Das hilft sofort

  • Verwaltung oder Vermieter informieren: Schriftlich, mit Datum und Fotos. Das ist die Grundlage dafür, dass der ganze Strang geprüft wird.
  • Nicht sprühen: Sprays verteilen den Befall im Haus und erschweren die Köderaufnahme.
  • Funde dokumentieren: Wo, wann, wie viele. Fotos helfen bei der Artbestimmung und der Einschätzung des Umfangs.
  • Lebensmittel sichern: In dichte Behälter, Küche abends trocken und krümelfrei, Müll täglich raus.
  • Nachbarn ansprechen: Je mehr Einheiten beim ersten Durchgang geöffnet werden, desto kürzer dauert die Bekämpfung für alle.

Das sollten Sie lassen

  • Nur die eigene Wohnung behandeln lassen: Der Befall weicht aus und kehrt zurück.
  • Rohrdurchführungen abdichten, solange der Befall läuft: Erst behandeln, dann schließen. Sonst werden die Tiere nur umgeleitet.
  • Schuldzuweisungen: Sie verzögern den Zugang zu Wohnungen und damit die Bekämpfung. Ein Befall ist kein Sauberkeitsurteil.
  • Termine absagen, weil gerade nichts zu sehen ist: Schaben sind nachtaktiv, ein ruhiger Tag sagt nichts über den Befall aus.
  • Eigenbehandlung mit Köderdosen aus dem Handel: Sie reichen bei einem Hausbefall nicht und verfälschen das Monitoring.

So gehen wir im Mehrfamilienhaus vor

  1. 1

    Kostenlose Erstberatung am Telefon

    Verwaltung, Eigentümer oder Mieter schildern Funde und Lage. Wir klären, welche Einheiten geprüft werden sollten, und nennen den Festpreis für den ersten Termin. Termine gibt es meist innerhalb von 1 bis 2 Werktagen.

  2. 2

    Strang und Gemeinschaftsbereiche prüfen

    Wir sehen uns die meldende Wohnung an, dazu die Einheiten darüber, darunter und daneben sowie Keller, Müllraum, Heizungsraum und Schächte. Nummerierte Monitoringfallen zeigen nach wenigen Tagen den tatsächlichen Umfang.

  3. 3

    Alle betroffenen Einheiten in einem Durchgang

    Die Termine werden gesammelt abgestimmt, damit alle betroffenen Wohnungen zeitnah behandelt werden. Wir arbeiten mit Fraßködern an Laufwegen und in Verstecken, ohne Sprühnebel in Wohnräumen.

  4. 4

    Nachkontrollen und Dokumentation

    Eipakete schlüpfen zeitversetzt, deshalb folgen Kontrolltermine mit Auswertung der Fallen. Je Wohnung entsteht ein Protokoll mit Befund und Maßnahmen, das die Verwaltung für ihre Unterlagen und gegenüber Eigentümern und Mietern verwenden kann.

  5. 5

    Bauliche Empfehlungen zum Schluss

    Erst wenn der Befall beendet ist, macht Abdichten Sinn: Rohrdurchführungen, Schachtklappen, Sockelleisten, Türdichtungen. Sie bekommen eine Liste, was geschlossen werden sollte, damit der nächste Eintrag nicht durchs ganze Haus läuft.

Was kostet das?

Für jeden Termin nennen wir einen festen Preis. Er richtet sich nach Zahl und Größe der Einheiten, Befallsgrad und Zugänglichkeit. Für Häuser mit mehreren betroffenen Wohnungen erstellen wir nach einer Besichtigung ein Angebot für den gesamten Strang. Wie viele Termine nötig werden, entscheidet der Befall. Abgerechnet wird per Rechnung an den Auftraggeber, in der Regel Eigentümer oder Verwaltung.

Wie Preise beim Kammerjäger zustande kommen und woran Sie unseriöse Anbieter erkennen, lesen Sie im Ratgeber Was kostet ein Kammerjäger?

Rechtslage auf einen Blick

  • •Schädlingsbefall gilt als Mangel der Mietsache (§ 535 Abs. 1 Satz 2 BGB), Mieter zeigen ihn unverzüglich an (§ 536c BGB). Ob die Kosten beim Eigentümer bleiben oder bei nachweislicher Einschleppung vom Mieter zurückgefordert werden, ist eine Frage des Einzelfalls.
  • •Mieter müssen den Befall unverzüglich anzeigen (§ 536c BGB) und den Zugang für die Bekämpfung ermöglichen.
  • •Laufende Ungezieferbekämpfung kann als Betriebskosten umgelegt werden (§ 2 Nr. 9 BetrKV); eine einmalige Bekämpfung eines konkreten Befalls gehört nicht dazu.
  • •Schaben gelten als Gesundheitsschädlinge nach § 2 Nr. 12 Infektionsschutzgesetz; die Behörde kann Maßnahmen anordnen (§ 17 IfSG).

Keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu Zuständigkeit oder Genehmigungen hilft die zuständige Behörde Ihrer Stadt, wir helfen bei der Einordnung.

Häufige Fragen

Reicht es, meine Wohnung behandeln zu lassen?

Meist nicht. Die Tiere wandern über Schächte und Leitungsdurchführungen in Nachbareinheiten und kommen zurück. Deshalb prüfen wir den Strang und behandeln alle betroffenen Wohnungen in einem Durchgang.

Wer zahlt die Bekämpfung im Mietshaus?

In der Regel beauftragt der Vermieter oder die Hausverwaltung, weil Schaben selten an einer Wohnungstür enden. Wer die Kosten am Ende trägt, hängt von der Ursache ab: bei Mängeln am Gebäude der Eigentümer, bei nachweislich eingeschlepptem Befall kann er sie vom Mieter zurückfordern. Laufende Ungezieferbekämpfung kann als Betriebskosten umgelegt werden, eine konkrete Bekämpfung nicht.

Muss ich meine Wohnung ausräumen?

Nein. Wir brauchen Zugang zu Küche, Bad und den Rückseiten der Geräte. Sie bekommen vorher eine kurze Liste, was vorbereitet werden sollte, etwa Schränke unter der Spüle leeren.

Wie lange dauert es im ganzen Haus?

Das entscheidet der Befall. Weil Eipakete zeitversetzt schlüpfen, folgen mehrere Kontrolltermine, bis die Monitoringfallen über Wochen leer bleiben. Jeder Termin hat einen festen Preis, den wir vorher nennen.

Typische Fälle dieser Art bearbeiten wir zum Beispiel in Essen, Bochum, Gelsenkirchen und Duisburg und in ganz Nordrhein-Westfalen. Alle Städte unter Einsatzgebiete.

Schaben an anderen Stellen im Haus

Schaben in der Gastronomie

Schaben in der Küche sind ein Betriebsrisiko: Wir kommen unauffällig, bekämpfen mit Ködern statt Sprühnebel und liefern die Dokumentation für die Lebensmittelüberwachung.

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